Zur Prüfung waren sechs Rettungshunde zur Flächensuche in den Stufen V, A und B, zwei Rettungshunde zur Fährtensuche in den Stufen V und B, drei Fährtenprüfungen in den Stufen 1 und 3, eine Begleithundeprüfung und zwei Sachkundeprüfungen angemeldet, wovon sechs Starter aus der Ortsgruppe selbst stammten. Aufgrund des zeitaufwändigen Prüfungsablaufs in der Flächen- und Fährtensuche waren zwei Prüfungstage notwendig, für die Leistungs- und Rettungshunderichter Reiner Beitel aus Bad Nauheim verpflichtet werden konnte.
Die Rettungshundeprüfung besteht aus zwei Abteilungen, der Nasenarbeit und der Unterordnung/ Gewandtheit. Den Schwerpunkt nimmt der Bereich der „Nasenarbeit“ ein.
Hierbei hat der Hund in den unterschiedlichen Prüfungsstufen V, A und B - Flächensuche in einem bis zu. 40.000 m2 großen Suchgebiet (Wald mit leichtem Unterholz) eine bis drei vermisste Personen aufzufinden und durch verbellen anzuzeigen. Für diese Arbeit hat das RH-Team nur begrenzte Zeit.
Beurteilt wird die Taktik des Hundeführers, das Zusammenspiel zwischen Hunde-führer und Hund, Such- und Finderwillen des Hundes, sowie das korrekte, nicht bedrängende Verweisen der aufgefundenen Person.
Bei der Rettungshundefährtensuche hat der Hund in den jeweiligen Prüfungsstufen eine bis zu 2.000m lange Spur zu verfolgen, die ein Vermisster hinterlassen hat. Diese Spur kann auch bereits mehrere Stunden alt sein – wichtig ist nur, dass der eindeutige Ausgangsbereich der Suche bekannt ist. Der Hund orientiert sich dabei in erster Linie an der Bodenverletzung, was bedeutet, dass Fährtenhunde eingesetzt werden, wenn man davon ausgeht, dass die Person über Wiesen, Brachfelder und Äcker oder durch den Wald gegangen sind.
Im Bereich „Unterordnung und Gewandtheit“ werden Gehorsam und Geschicklichkeitsübungen des Hundes, wie zum Beispiel das Überwinden unterschiedlicher Hindernisse (waagerechte Leiter, Tunnel und Fassbrücke), Wesensstärke und Sozialverträglichkeit gegenüber Personen und Hunden abgefragt.
Dabei zeigt der Hund, sich in verschiedenartigem Gelände sicher fortzubewegen und sich jederzeit, auch auf Distanz vom Hundeführer, lenken und leiten zu lassen.
Beim sportlichen Wettkampf kommt es dann auf besondere Präzision, Geschwindigkeit, Gehorsam, Arbeitsfreude des Hundes und eine harmonische Teamleistung von Hundeführer und Hund an.
Nach zwei entspannten und gut organisierten Prüfungstagen mit durchwachsenem Wetter konnten insgesamt elf Teilnehmer/innen Ihr Prüfungszeile erreichen! Die jüngste Teilnehmerin war Amelie Sorg, die im Alter von 7 Jahren die Sachkundeprüfung – hier wird das Wissen rund um den Hund abgefragt – bestand.
In den jeweiligen Prüfungsstufen konnte Richter Reiner Beitel insgesamt 3 x die Bewertung „Sehr gut“ an Brigitte Janke mit Emil RH2 FL B; Brigitte Sautter mit Asuka RH2 F B und Jürgen Sauer mit Ive FPr1; 3 x die Bewertung „Gut“ Rebecca Lorenz mit Marquesa RH1 FL; Uwe Biniok mit Kenn FPr3 und Irmgard Pahling mit N-Joy RH2 FL A; 2 x die Bewertung „Befriedigend“ Werner Göppert mit Eros RH2 FL A und Nadine Sorg mit Frieda RH1 F; 1 x „Bestanden“ Hubert Braun mit Kira Begleithund; 2 x „ Bestanden“ Rosy Kohler und Amelie Sorg Sachkunde vergeben. Außerdem an der Prüfung teilgenommen haben Silke Schwartzer und Andrea Wacker.
Zum Abschluss hob Leistungsrichter Beitel den sehr guten Ausbildungsstand der vorgeführten Hunde in allen Bereichen und die sehr gute Organisation der beiden Prüfungstage. Der Vorstand Eberhard Klump bedankte sich sehr herzlich bei allen Helfern für die geleistete Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung dieser erfolgreichen Veranstaltung.