Ein Wochenende der Supernasen
Am 5. und 6. April 2025 fand die diesjährige Frühjahresprüfung unter dem Leistungsrichter Reiner Beitel aus Bad Nauheim statt.
Insgesamt 9 Hundeführerinnen und Hundeführer nahmen an der Prüfung teil. Gerichtet wurde in den Prüfungssparten IBGH 1, RHA Fläche, RHA Fährte, SGP 2A, FPr3 und IFH1.
Am Samstagnachmittag startete die Prüfung mit der Flächensuche eines Rettungshundeteams in einem Wald. Hierbei ist die Hunde mit einer Kenndecke und Ortungsglocke gekennzeichnet und suchen das ca. 20000m große Gebiet auf Anweisung des Hundeführers eigenständig nach den vermissten Personen ab. Hunde können die menschliche Witterung über weite Entfernungen wahrnehmen und lokalisieren. Sie folgen der Geruchsfahne bis zu ihrer Quelle. Hat der Hund die vermisste Person gefunden, zeigt er dies dem Hundeführer durch Verbellen an.
Das Team meisterte diesen Teil der Prüfung mit einer sehr guten Leistung.
Es folgten die Fährtenhundeprüfungen FPr3 und IFH1 und die Fährtensuche RHA auf Ackergelände. Die Fährtenarbeit ist vor allem als Sparte A des IGP-Sports bekannt. Bei ihr geht es darum, dass ein Hund eine speziell gelegte Spur absucht und auf ihr verteilte Gegenstände anzeigt (z.B. durch Hinlegen am Gegenstand). In der FPr3 ist die Fährte 600 Schritte lang, liegt 1 Stunde und 3 Gegenstände müssen verwiesen werden. In der IFH1 ist die Fährte 800 Schritte lang, liegt 1,5 Stunden und 3 Gegenstände müssen verwiesen werden.
Die Fährtenteams bestanden diese Prüfung mit einer guten und einer vorzüglichen Leistung.
Bei der Rettungshundefährtensuche bei der der Hund 1.000m lange Spur zu verfolgen hat, die ein Vermisster hinterlassen hat. Diese Spur kann auch bereits mehrere Stunden alt sein – wichtig ist nur, dass der eindeutige Ausgangsbereich der Suche bekannt ist. Der Hund orientiert sich dabei in erster Linie an der Bodenverletzung, was bedeutet, dass Fährtenhunde eingesetzt werden, wenn man davon ausgeht, dass die Person über Wiesen, Brachfelder und Äcker oder durch den Wald gegangen sind.
Am Ende der Fährte befindet sich die vermisste Person, die der Hund durch Verbellen anzeigt.
Das Team meisterte diesen Teil der Prüfung mit einer guten Leistung
Am Sonntag begann der Prüfungstag der Nasenarbeit der Spürhunde in der SGP2A.
Spürhunde kennt man vom Zoll und von der Polizei, wo sie in eindrucksvoller Geschwindigkeit Sprengstoff, Geld oder Drogen aufspüren. Aber auch in Hotels werden Spürhunde eingesetzt, um Bettwanzen zu entlarven, oder im Wohnungsbau, um noch nicht sichtbaren Schimmelbefall zu erkennen. Es gibt viele verschiedene Varianten der Spürhundearbeit. Allen gemeinsam ist, dass der Hund einen bestimmten Geruch erschnüffelt. Das kann ein Geruchsstoff wie z.B. Tabak, Geld, Datenträger etc. oder auch ein bestimmter Gegenstand sein. Diesen Geruch soll der Hund in einer vorgegebenen Weise anzeigen, die ihm antrainiert wird. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel an dem Geruch oder Gegenstand zu erstarren.
Diesen Teil der Spürhundeprüfung haben zwei Teams mit einer guten und ein Team mit einer sehr guten Leistung absolvieren.
Im Anschluss wurden die Starterinnen in der IBGH1 geprüft. Die IBGH (internationale Begleithundeprüfung) ist im Unterschied zur Begleithundeprüfung eine Prüfung, die in 3 Stufen mit steigendem Schwierigkeitsgrad aufgebaut ist. Zuvor muss jedoch eine Begleithundeprüfung erfolgreich absolviert werden.
Beide Teams konnten die Prüfung mit einem guten Ergebnis meistern.
Nach der Mittagspause ging es weiter mit der Unterordnung und Gewandtheit der Spürhunde und der Rettungshunde. Im Bereich „Unterordnung und Gewandtheit“ werden Gehorsam und Geschicklichkeitsübungen des Hundes, wie zum Beispiel das Überwinden unterschiedlicher Hindernisse, Schussgleichgültigkeit, Wesensstärke und Sozialverträglichkeit gegenüber Personen und Hunden abgefragt.
Dabei zeigt der Hund, sich in verschiedenartigem Gelände sicher fortzubewegen und sich jederzeit, auch auf Distanz vom Hundeführer leiten zu lassen.
Beim sportlichen Wettkampf kommt es dann auf besondere Präzision, Geschwindigkeit, Gehorsam, Arbeitsfreude des Hundes und eine harmonische Teamleistung von Hundeführer und Hund an.
Alle Teams meisterten diesen Teil der Prüfung souverän.
Alle Teilnehmer/Teilnehmerinnen haben die Prüfung bestanden
IBGH1: Christiane Schirra mit Tommy
IBGH1: Rebecca Lorenz mit Marquessa
FPr3 Jürgen Sauer mit Ive vom Haus Walther
IFH1 Uwe Biniok mit Kucki von der Eselsburg
RHA FL Silke Schwartzer mit Hunter vom Haus Walther
RHA F Albrecht Josenhans mit Bea von der Böblinger Höhe
SGP2A N Susanne Schrenk mit Dakota vom Leonberger Mühlbach
SGP2A Werner Göppert mit Eros vom Alt Whyl
SGP2A Larissa Schrenk mit Karux von den Wölfen
Am Ende des Prüfungstages bedankten sich der 1. Vorsitzende Eberhard Klump bei Herrn Beitel für das faire richten. Ein besonders Dankeschön ging an alle Helfer und Teilnehmer dieser Prüfung.
In seinem Schlusswort lobte der Leistungsrichter den guten Ausbildungsstand und das Niveau der gezeigten Leistungen. Das bestehen aller 9 Prüfungsteilnehmer spiegelt die gute Zusammenarbeit mit dem Übungsleiter-Team sowie die gute Hundeausbildung bei der OG Ottersweier wieder.